21.10. STEILER FREITAG mit Gastspiel «Heimaterde»
Freitag, 21. Okt 2016 17:00 - 23:59

21.10. STEILER FREITAG mit Gastspiel «Heimaterde»

Was ist eigentlich „Heimat“? Wie viel kann mitnehmen, wer die Heimat verschieben muss? Was davon bleibt bestehen? Das Stück schlägt damit eine Brücke zu heutigen Flüchtlingssituationen.

Vorstellung um 20 Uhr in der Kegelbahn der Heitere Fahne.
Billette an der Abendkasse. Keine Reservation möglich.

Heimaterde

Laut Einschätzungen der Vereinten Nationen leben zur Zeit weltweit rund 232 Millionen Menschen ausserhalb ihres Heimatlandes. Davon befinden sich rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und Armut. Menschen, die ihre Heimat verlassen, um zum Beispiel in der Schweiz ein neues Leben zu beginnen, werden von verschiedenen Seiten als eine Bedrohung wahrgenommen.
Sabina Reich und Andreas Bürgisser von der jungen Gruppe „Reich und Schön“ drehen in „Heimaterde“ den Spiess für einmal um, indem sie 170 Jahre zurückschauen und den Weg einer Gruppe Schweizer Wirtschaftsflüchtlinge aus Glarus in die heutige USA rekonstruieren.

In „Heimaterde“ lassen Sabina Reich und Andreas Bürgisser die Auswanderung der Glarner von 1845 anhand von historischen Dokumenten wie Auszügen aus Reden, Tagebucheinträgen, Verträgen und Briefen wieder aufleben. Was hat die Auswanderer dazu bewogen, ihre Heimat zu verlassen? Was haben sie mitgenommen? Und was ist „Heimat“ überhaupt? Sie suchen das Spannungsfeld zwischen Veränderung und dem Wunsch der Glarner, das Glarnerland möglichst identisch in den USA nachzubauen, und spähen nach den Utopien der Auswanderer. Die beschwerliche Reise der Glarner wird zu einer Reise durch den Theaterraum, bis ins heutige New Glarus, wo wir von den Nachfahren der Auswanderer erfahren, was New Glarner-Sein heute heisst.

Eine Koproduktion von Reich&Schön und dem Theater Tuchlaube Aarau.

Konzept, Performance: Andreas Bürgisser, Sabina Reich 
Dramaturgische Begleitung: Kathrin Yvonne Bigler
Szenografie, Kostüme: Linda Rothenbühler
Video: Beth Zurbuchen, Ruth Anderegg
Tonaufnahmen: Pascal Nater
Licht, Technik: Sophia Zehnder
Oeil Extérieur: Stephan Lichtensteiger

Zum Trailer