Offene Diskussionsrunde zu Flucht und Migration
Dienstag, 26. Apr 2016 19:00 - 21:00

Offene Diskussionsrunde zu Flucht und Migration

Am Anlass #savepassagenow im Februar 2016 auf dem Zentralplatz in Biel wurden mit einer Fragebox kritische Fragen zum Thema Flucht und Migration gesammelt, welche wir gemeinsam aus verschiedenen Perspektiven an dem öffentlichen Anlass diskutieren möchten.

Eingeladen werden Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis, ob
mit und ohne Migrationshintergrund, als Mitarbeitende im Asylwesen, Studierende und Professoren, freiwillige Helfende mit Erfahrung aus Einsätzen auf den Fluchtrouten.

Die KRISO ist eine unabhängige und offene Plattform für kritische Soziale Arbeit. Wir fördern ein kritisches Berufsverständnis durch Diskussionen, Austausch und Aktionen. Wir sind eine Gruppe von Studierenden und Berufstätigen der Sozialen Arbeit und anderen Disziplinen welche aus einer gesellschaftlichen und politischen Perspektive heraus handeln.

Wir als Studierende und Praktizierende der Sozialen Arbeit stehen vor der Herausforderung des Theorie-Praxis-Transfers. Die Anforderungen der Gesellschaft (insbesondere der Wirtschaft und der Politik) an unsere Berufsgruppe, lassen sich nicht mit unserem professionellen Berufsverständnis eines selbstbestimmten und würdigen Lebens vereinbaren. Durch die Individualisierung sozialer Problemlagen wird dem Einzelnen oft die Schuld an strukturellen Problemen aufgebürdet. Staat, Wirtschaft und Politik ziehen sich aus der Verantwortung zurück. Die zunehmende Ökonomisierung aller Lebensbereiche erzeugt einen allgemeinen Kostendruck, der sich auf unsere Arbeit mit betroffenen Menschen auswirkt.

• Wir wollen parteilich für die Betroffenen eine ermächtigende statt repressive Haltung entwickeln. Dies im Bewusstsein, dass sozialen Problemen oft strukturelle Ursachen zugrunde liegen.

• Wir wollen innerhalb unseres Berufsstandes das Bewusstsein für Herausforderungen der heutigen Sozialen Arbeit fördern. Zudem wollen wir die Bereitschaft sich zu organisieren, und damit die Politisierung der Sozialen Arbeit, vorantreiben.

• Wir wollen die Studierenden der Sozialen Arbeit zu kritischem Denken aktivieren und eine Plattform für dieses Denken und Handeln schaffen.

• Wir wollen in der Öffentlichkeit agieren. Ziel dabei ist, soziale Probleme sichtbar zu machen und uns öffentlich sowie politisch für unsere Anliegen einzusetzen.

Dazu organisieren wir uns in mehreren Interessengruppen, die sich mit Themen der Sozialen Arbeit befassen. Wir führen öffentliche Veranstaltungen durch, betreiben Vernetzungsarbeit und nehmen an politischen Kundgebungen teil.